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Artenschutz in Ost-Friesland

Details

GEWALTANDROHNUNGEN gegen MENSCH und TIER nach verordneter ABSCHALTUNG zum SCHUTZ des WIESENWEIHENBESTANDES

oder:

WAS GELDGIER AUS WINDKRAFTPROFITEUREN MACHT

Mit Dank an Manfred Knake von www.Wattenrat.de

Wiesenweihen vs. Windenergie: Abschaltung von zwei Anlagen: Gewaltandrohung gegen Mensch und Tier

Wiesenweihe im Suchflug

Bereits am 30 Mai 2011 berichteten wir über die zeitweilige Abschaltung einer Windkraftanlage wegen der benachbarten Brut einer Wiesenweihe. Inzwischen wurde vom Landkreis die Abschaltung einer zweiten Anlage verfügt, das führte zu erheblichen Protesten und handfesten Gewaltandrohungen durch einzelne Betreiber.

Der Landkreis Aurich hatte in den beiden benachbarten Krummhörner Windparks Groteland und Petjenburg wegen der in direkter Nähe gebauten Nester von Wiesenweihen jeweils eine Windkraftanlage vorübergehend und zeitlich begrenzt stillgelegt. Die Verfügungen gelten bis zum Ablauf der Brutzeit 1. August von 4 bis 22 Uhr. Mit insgesamt drei Brutpaaren im Krummhörner Gemeindegebiet ist der Wiesenweihenbestand in diesem Jahr so niedrig wie zuletzt 2008. Wiesenweihen gehören zu den hochgradig bestandsbedrohten Greifvögeln in Deutschland und sind besonders geschützt.

Das Verwaltungsgericht Oldenburg gab dem Landkreis Aurich in einem noch nicht rechtskräftigen  Beschluss Recht. Mit Beschluss vom 10. Juni 2011 (Az.: 5 B 1246/11, VG_Oldenburg_ Betriebseinschränkung WEA) hat das Verwaltungsgericht Oldenburg einen Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes abgelehnt, mit dem der Betreiber (Gemeinde Krummhörn) sich gegen Beschränkungen des Betriebs einer Windkraftanlage durch eine Verfügung des Landkreises Aurich wandte.
(...)

Quelle: http://www.wattenrat.de/2011/07/wiesenweihen-vs-windenergie-abschaltung-von-zwei-anlagen-gewaltandrohung-gegen-mensch-und-tier/


 

Was bisher geschah:

Ostfriesen Zeitung, S.13, 17. Juni 2011

„Verhältnismäßigkeit völlig verloren“ Zum Artikel „Windrad steht wegen Wiesenweihe weiter still

(OZ vom 15. Juni) schreibt DIEDRICH JAN STROMAN aus Visquard:

Die Wiesenweihe hat es in der Krummhörn schon immer gegeben und als Landwirt habe ich damit bis zum Sommer 2010 auch kein Problem gehabt. Dann kamen die Wiesenweihenschützer hinzu und man unterstützte deren Bemühen. Die Population ist in den letzten Jahren gestiegen. Wenn die Anzahl der Wiesenweihen steigt, ist es auch logisch dass es mehr Schwund gibt ( ein Vogel in 2010). Nun wird auf Druck der Wiesenweihenschützer und auf Anordnung des Landkreises Aurich eine Windkraftanlage zeitweise stillgelegt, weil ein Nest in 50 Metern Entfernung zur Anlage liegt. Man hat durch dieses Mittel völlig die Verhältnismäßigkeit verloren. Weitaus schlimmer ist folgendes: ab Sommer 2010 wurde die Wiesenweihe von Vogelschützern und Landkreis zum
Problemvogel gekürt, welcher sie vorher nicht war. Die Reaktion seitens der Landwirte und Anlagen-Betreiber als Betroffene wird nicht lange dauern. Ich sehe jedenfalls keine Basis mehr für eine Zusammenarbeit mit Vogelschützern und Landkreis. Eine Umstellung von Getreide auf Anbau von Ackergras und Maisanbau mag die Wiesenweihe nicht! Dann wäre das Gebiet frei von Wiesenweihen, was wir alle nicht wollen.

 


 

 

PEWSUM, 25. Juni 2011

Ein seltener Vogel macht viel Wind

Energie Landkreis Aurich legt Anlage still – Wiesenweihe-Pärchen soll geschützt werden

Bild

Nichts geht mehr: Johann Saathoff (links) und Ludger Kalkhoff BILDer: Karsten Krogmann, dpa  Bild vergr��ern

Was wiegt höher: der Schutz eines Vogels oder wirtschaftliches Interesse? Ein Musterprozess soll darüber entscheiden.

von Karsten Krogmann

Pewsum - Am 16. Mai 2010 gab es im Landkreis Aurich einen Todesfall zu beklagen: Im Schatten einer Windenergieanlage fand sich ein männliches Opfer, aus seinen Nasenlöchern war Blut ausgetreten, „schauen Sie doch selbst“, sagt Herr Giese und legt zwei Beweisfotos auf den Tisch. Eine Obduktion ergab als Todesursache ein „Baro­trauma der Lunge“, auch einen mutmaßlichen Täter hat Herr Giese ermittelt: die handelsübliche Windenergieanlage, neben deren Sockel der Leichnam gefunden wurde. Ihr Rotorschlag soll dem Wiesenweihen-Männchen die tödliche Unterdruckverletzung zugefügt haben.

Eberhard Giese, Biologe beim Landkreis Aurich, tippt tüchtig auf die Beweisfotos: „So etwas können und dürfen wir als Naturschutzbehörde natürlich nicht hinnehmen!“


550 Windräder im Kreis
Der Landkreis Aurich in Ostfriesland: 190 000 Einwohner auf 1287 Quadratkilometern, viel Raps und noch mehr Roggen, links und rechts der Straßen ragen grüngraue Türme in den Himmel. Mehr als 550 Windenergieanlagen gibt es im Landkreis, „wir erzeugen das 1,7-fache unseres Energiebedarfs mit regenerativer Energie“, berichtet Kreissprecher Rainer Müller-Gummels gern. 150 dieser Anlagen stehen in der 13 000-Einwohner-Gemeinde Krummhörn.

Im Rathaus von Pewsum serviert Bürgermeister Johann Saathoff (SPD) gerade Tee mit Kluntjes, was auch sonst. Er sagt stolz: „Wir erzeugen das 2,7-fache unseres Bedarfs mit Windenergie.“

Die Windkraft ist in der Krummhörn längst eine wichtige Einnahmequelle geworden. Die Gemeindeverwaltung betreibt über ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft Touristik GmbH Krummhörn-Greetsiel sogar zwei eigene Windräder, ein großes und ein kleines. Das große, eine 2,3 Megawatt starke Enercon E70, steht im Windpark Groteland an der Landstraße Richtung Norden und ist schnell zu finden: Es ist das einzige Rad im Park, das sich an diesem windigen Tag nicht dreht.

Am 20. Mai 2011 hat der Landkreis Aurich nämlich mit sofortiger Wirkung den weiteren Betrieb der Anlage untersagt. Kaum 50 Meter vom Sockel der Enercon E70 brütet ein neues Wiesenweihen-Pärchen. Bis zum 1. August muss die Anlage täglich zwischen 4 und 22 Uhr ruhen.


Bedrohte Vogelart
Im Friesenzimmer des Auricher Kreishauses, Raum 1.060, tagt eine Experten-Runde: Biologe Giese ist dabei, Amtsleiter Wolfgang Ippen, Jurist Eiko Ahten. Ippen beteuert, man habe sich die Entscheidung nicht leichtgemacht, „wir sind hier ja sehr für Windenergie“. Aber das Bundesnaturschutzgesetz habe ihm keine Wahl gelassen.

Denn in § 44, Artikel 1, steht: „Es ist verboten, wild lebende Tiere der besonders geschützten Arten zu töten“.

In Artikel 2 heißt es weiter: „Es ist verboten, wild lebende Tiere der streng geschützten Arten und der europäischen Vogelarten während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich zu stören; eine erhebliche Störung liegt vor, wenn sich durch die Störung der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert.“

Die Wiesenweihe, lateinischer Name: Circus Pygargus, ist eine besonders geschützte Art. Auf der „Roten Liste der gefährdeten Brutvögel“ wurde der Greifvogel in Kategorie 2 eingestuft, „stark gefährdet“. Fünf Jahre zuvor fand man die Wiesenweihe noch unter Kategorie 1, „vom Aussterben bedroht“. Inzwischen gibt es wieder 100 Brutpaare in Niedersachsen. „Wir versuchen, auf 200 Paare zu kommen“, sagt Eberhard Giese.

Aber das gehe nur, wenn die Elterntiere nicht durch Rotorschlag getötet werden.

In einem Eilverfahren bestätigte das Verwaltungsgericht Oldenburg die Auricher Verfügung: Dem Brutpaar komme als „bedeutsame Reproduktionseinheit für den lokalen Bestand eine zentrale Bedeutung zu“, heißt es in der Begründung. Die „Bedeutung des gesetzlich vorgeschrieben Artenschutzes“ überwiege die „zeitweise Beeinträchtigung wirtschaftlicher Interessen“.


60 000 Euro Verlust
Im Rathaus von Pewsum schenkt Bürgermeister Saathoff Tee nach, am Jackett trägt er seine Anstecknadel, die den berühmten Leuchtturm Pilsum zeigt. Der Tourismus ist für die Krummhörn ein wichtiger Wirtschaftszweig, für die Gemeinde selbst bleibt er ein Zuschussgeschäft. „Wir müssen ja die ganze Infrastruktur vorhalten“, sagt Saathoff, das Defizit der Touristik GmbH liege jährlich bei rund 250 000 Euro. Deshalb habe man knapp 3 Millionen Euro in die zusätzliche Einnahmequelle Enercon E70 investiert. Gut 1000 Euro wirft die Windenergieanlage pro Tag ab.

Aber jetzt steht der Rotor, während die Ausgaben für Zinsen, Pacht oder Wartung weiterlaufen. Bis zum 1. August wird sich der Verlust der Gemeinde auf 60 000 Euro summiert haben.


Vom Recht auf Recht
Neben Saathoff sitzt Ludger Kalkhoff, der Geschäftsführer der Touristik GmbH, er trägt einen aufgestickten Pilsumer Leuchtturm am Hemdkragen. Er sagt: „Wir waren zuerst da!“ Der Zugvogel Wiesenweihe sei aus Afrika in die Krummhörn gekommen, sie habe sich untypischerweise in der Nähe einer Windenergieanlage und ebenso untypischerweise in einem Rapsfeld niedergelassen. Normalerweise bevorzugt er Wintergerste.

Kalkhoff ist wütend: „Die Anlage ist unser Eigentum, wir haben eine gültige Genehmigung – darauf muss man sich doch verlassen können, wir brauchen doch Planungssicherheit!“ Und dann sagt er den schönen Satz: „Wo kommen wir hin, wenn wir in einem Rechtsstaat kein Recht mehr auf unser Recht haben?“

Das Verwaltungsgericht Oldenburg befand hingegen: „Die Genehmigung gilt nicht statisch und quasi unveränderbar fort.“

Der Fall geht nun weiter ans Oberverwaltungsgericht, denn Kalkhoff und Saathoff haben noch viele Fragen: „Ist die Wiesenweihe wirklich so selten? Droht ihr überhaupt Gefahr durch unsere Anlage? Ist die Todesursache von 2010 tatsächlich geklärt?“


Zweite Anlage steht still
Bis zum Jahr 2020 sollen 25 Prozent des Energiebedarfs durch Windkraft gedeckt werden. Saathoff spricht daher von einem Musterprozess: „Wir müssen uns entscheiden: Wollen wir ein Disneyland für Gänse – oder wollen wir die Potenziale nutzen?“

Am Freitag wurde unterdessen bekannt, dass der Landkreis Aurich per sofortiger Verfügung einen weitere Windenergieanlage stillgelegt hat. Im Krummhörner Windpark Petjenburg nistet ein zweites Wiesenweihen-Paar.

Quelle: http://www.nwzonline.de/Region/Artikel/2633361/Ein-seltener-Vogel-macht-viel-Wind.html


Onlinekommentare:

headwindsh
- 29.06.2011 22:19 Uhr

Welch ein Land dieses Deutschland. In Japan gibt es ein Erdbeben mit all seinen schrecklichen Folgen - für Japan. Und in Deutschland prügelt man sich um den letzten Geigerzähler im Supermarktregal. Und nun das: Da erlaubt sich so eine "afrikanische" Wiesenweihe direkt neben einem Windkraftwerk zu brüten - Unverschämtheit.
Das Problem ist aber nicht die Wiesenweihe. Das Problem sind Gier und ein gänzlich wegsubventioniertes unternehmerisches Risiko. In einem Land, das 10 Milliarden Euro im Jahr von seinen stromverbrauchenden Bürgern an die EEG-Profiteure zahlen läßt, ist dies nicht verwunderlich. Es soll aber sogar in Deutschland und auch in Ostfriesland Menschen geben, die auf eigenes Risiko das Geld verdienen, das sie zum Leben brauchen. In Pewsum scheint man solch verabscheuungswürdiges Tun nicht zu kennen. Da ist es nicht verwunderlich, daß der Bürgermeister auf das Recht auf Einnahmen pocht. Einnahmen wohlgemerkt, die er bekommt, wenn das Winkraftwerk das tut, was es soll - Strom produzieren. Was macht der Pewsumer Bürgermeister eigentlich im Winter, wenn mal wieder 3 Wochen stabile Hochdrucklage ohne Wind ist? Auf die Einnahmen pochen, die es gäbe, wenn der Wind wehen würde? Also ein Recht auf konjunktive Einnahmen?
Und dann noch diese unanständigen Gesetze, die eine Wiesenweihe mehr schützen als die Pewsumer Einnahmen - in was für einem Land leben wir? Unverantwortlich. Pewsum will das Klima retten und muß nun eine Wiesenweihe schützen.
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, lassen Sie mich mit einem Zitat von Wilhelm Busch enden: "Aus der Mühle schaut der Müller - Der so gerne mahlen will. - Stiller wird der Wind und stiller - Und die Mühle stehet still. - So gehts immer, wie ich finde, - Rief der Müller voller Zorn.- Hat man Korn, so fehlts am Winde, - Hat man Wind, so fehlt das Korn."
In diesem Sinne, versuchen Sie es einmal mit anständiger Arbeit.

 

JREPAWWINDWAHN
- 29.06.2011 20:54 Uhr

Bravo Herr Giese! Für Menschen, denen der Natur- und Artenschutz am Herzen liegt, eine gute Nachricht.
Windkraft-Profiteure klagen wütend auf "Ihr Recht" auf Einnahmen, die sie schlicht ihren steuerzahlenden Mitmenschen und allen Stromkunden verdanken, aber sicher nicht "verdient" haben. Dank des EEG machen sie hohe Gewinne auf Kosten ihrer Mitbürger und der Natur.
Artenschutz stört da nur, Natur macht man sich untertan - und platt!
Recht auf Einnahmen ./. Recht auf Leben - tolle Klage! Gegen deutsches und europäisches Naturschutzrecht. Gegen Artenvielfalt, gegen das Leben und Nachhaltigkeit.
Gültige Genehmigung gegen den Naturschutz!? Sollte hier möglicherweise einiges falsch gelaufen sein im Vorwege, z.B. mit dem Avifaunistischen Gutachten?
Gibt es nur noch Menschen, die sich ausschließlich für Geld interessieren? Sich von der Gier nach Profiten zu Rechtsbrüchen treiben lassen? Wie erbärmlich!
Es verwundert nicht, dass der Tourismus ein Zuschußgeschäft für Pewsum ist, bei 150 WKA in Krummhörn. Wenn die Besucher irgendwann doch merken, dass Urlaub im Windwahnland nicht erholsam ist, sondern krank macht durch Niederfrequenz- und Infraschall und außer Vögeln und Fledermäusen auch Menschen leiden, dann ist es damit auch vorbei.
Das Disneyland besteht hier offenbar für selbstherrliche Profiteure der Windkraftlobby, die ihre eigenen Gesetze schreiben.
Ein Disneyland benötigen weder Gänse noch Wiesenweihen.
Sie brauchen eine intakte Natur und Respekt von den anderen Kreaturen auf dieser Erde, auch von denjenigen, die sich nur für ihr Bankkonto interessieren. Und sie brauchen Menschen wie Herrn Giese, die dafür sorgen, dass Gesetze nicht ständig mit Füßen getreten werden!

 

Hinzu kommt ein Leserkommentar, der bisher noch nicht veröffentlicht wurde:

Bemerkenswert wie unverblümt Bürgermeister Johann Saathof und Ludger Kalkhoff von der Touristik GmbH sich als Naturschutzgegner und Gesetz- Verbieger outen. Naturschutz gilt ihnen als "Disneyland" und sobald aufgrund der Artenschutz-Gesetze Beschränkungen gerechtfertigt sind, muss die "Planungssicherheit" und der "Rechtsstaat" dazu herhalten die eigenen Interessen durchzusetzen. Ab einem bestimmten Betrag wird offenbar geltendes Recht, das diesen Interessen im Wege ist auf den Müll geschmissen. So stellen sich Bürgermeister und Touristik-Manager den Rechtsstaat vor. Dass die Bedeutung des gesetzlich vorgeschriebenen Artenschutzes grösser sein könnte als wirtschaftliche Einzelinteressen, kommt den auch sonst beim Umgang mit der Natur nicht zimperlichen Herren nicht in den Sinn. Bürgermeister Saathof hat im angeblich hoch geschätzten "Weltnaturerbe" Wattenmeer einen Antrag auf ein Fun-Sport-Areal gestellt und trotz gesetzlichem Verbot bewilligt bekommen. Kite-Surfer statt rastende und brütende Vögel. So viel zum "Recht auf Recht". Es hilft gar nichts von Artenschutz zu schwafeln, bei jeder konkreten Massnahme aber gleich das Ende der Energieversorgung oder der Gemeinde zu beschwören. Wir engagieren uns für den Schutz ferner Regenwälder oder Korallenriffe, aber vor der eigenen Haustür darfs dann schon ein bisschen mehr sein beim Zurechtbiegen von Naturschutzgesetzen. Mit dem Problembewusstsein ists eben wie mit der Moral: Es geht auch ohne! Das Disneyland von Herrn Saathof und Kalkhoff aus Windmühlen und Fun-Sport-Gebieten bringt Kohle, Naturschutz vermeintlich nicht. Vielleicht müssten die Herren ein Seminar über den Wert der Artenvielfalt absolvieren, um zu begreifen worum es geht. Die Frage ist, ob auf Gewinne fixierte Macher lernfähig sind.

Mit freundlichen Grüssen R. Schopf 

 http://www.wiesenweihen.com/aktuelles.html

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