Wallstreet online:
Deutscher Ökostrom verärgert Nachbarländer
BERLIN (dpa-AFX) - Der Chef der Deutschen Energie-Agentur (Dena), Stephan Kohler, fordert deutliche Einschränkungen beim Solar- und Windenergieausbau, da das Netz das Ausbautempo nicht verkrafte. 'Es kann nicht sein, dass wir Photovoltaik und Windenergie zubauen, die man gar nicht mehr ins Netz integrieren kann', sagte der Geschäftsführer der halbstaatlichen Dena der dpa. Die europäischen Nachbarn seien verärgert über die schwankende Ökostromeinspeisung aus Deutschland in ihre Netze, da dies die Stabilität ihrer Versorgung gefährde. Die Energiewende laufe in einigen Bereichen zu schnell.
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Kommentar von Marco Bernardi:
Einschränkungen tun nicht not, zumindest nicht aus Sicht der Windkraftwerksbetreiber. Bekommen sie doch sogar Geld dafür, daß sie keinen Strom produzieren. Erst kürzlich war zu lesen, daß National Grid, der Netzbetreiber aus England, in 2011 über 15 Mio. Euro zahlen mußte, daß Windkraftwerke keinen Strom liefern.
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DIHK: Firmen verlagern Geschäfte wegen Stromrisiko (17.01.2012)
Berlin - Aus Angst vor Engpässen bei der Strom- und Rohstoffversorgung lagern deutsche Unternehmen nach Darstellung des DIHK verstärkt Aktivitäten aus. Bereits jeder fünfte Industriebetrieb habe wegen der unsicheren Versorgung Geschäfte verlagert oder plane dies, teilte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag am Dienstag in Berlin mit.
«Es ist alarmierend, dass die Unternehmen jetzt die Verfügbarkeit von Rohstoffen und die Energieversorgung als entscheidende Wettbewerbsfaktoren offensichtlich an manchen Standorten außerhalb Deutschlands günstiger bewerten», sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann. Deutschland drohe im Zuge der Energiewende für ausländische Investoren unattraktiver zu werden.
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