topthemaNeuer Skandal in Dänemark:
Infraschall führt zu Mißbildungen
und Totgeburten
Dänemark – ILFN tötet 1600 Nerze
Bilder zu IFLN tötet 1600 Nerze

   

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Infraschall - schon geringer Schalldruck schädigt das Immunsystem
Toxische Wirkung auf das Immunsystem

   

topthemaVorabmessungen können die
Unwirtschaftlichkeit von WKA
nachweisen
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Stellungnahme der EPAW-D zu Windflächenausweisungen in Schleswig-Holstein im Zuge des LEP 2011

Details

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Online-Beteiligung zur Teilfortschreibung der Regionalpläne in Schleswig-Holstein, Planungsräume I – V


Sehr geehrter Herr Minister Schlie, sehr geehrter Herr Tasch,

sehr geehrte Damen und Herren der Landesplanung,

sehr geehrte Mitglieder der Landesregierung von Schleswig-Holstein,

 

für die Bürgerinitiativen und Mitglieder der Europäischen Plattform gegen Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein nehme ich als Sprecherin für Deutschland und als Bürgerin, die seit fast 18 Jahren in Schleswig-Holstein unmittelbar neben Windkraftwerken lebt zur Teilfortschreibung Windenergie im Landesentwicklungsplan wie folgt Stellung:

 

1. Gefahren für Gesundheit und Lebensqualität der Anwohner von Windenergienutzungsflächen

Die Landesregierung trägt gemäß Grundgesetz Artikel 2 (2) Satz 1 die Verantwortung für das Leben und die körperliche Unversehrtheit der Bevölkerung, denn „die Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht“ (GG Art. 1 (3)).

Entgegen langjähriger klinischer Studien, medizinischer Feldversuche und für jedermann zugängliche Veröffentlichungen, findet die Gefährdung der Bevölkerung durch Niederfrequenz- und Infraschallemissionen, aber auch durch andauernden hörbaren Lärm, der von Windkraftanlagen ausgeht in der Teilfortschreibung Windenergienutzung keine Berücksichtigung. Im Gegenteil. Ungeeignete Festlegungen viel zu geringer Abstände etwa von 400 m zu Einzelhäusern und Splittersiedlungen, sowie 800 m zu Siedlungen, wie sie in den Entwürfen der Teilfortschreibungen der Regionalpläne zur Ausweisung von Windenergienutzungsflächen vorgesehen sind, gefährden die Gesundheit der anwohnenden Bevölkerung.

Mediziner aus aller Welt fordern je nach Fachgebiet und untersuchten Risiken für verschiedene Systeme und Organe des menschlichen Körpers Abstände von mindestens 1,5 km bis zu 10 km als messbare Reichweite und Einflussbereich des Infraschalls auf menschliche und tierische Organismen.. Berücksichtigt werden bei diesen Forderungen auch die unterschiedlichen geografischen Bedingungen wie Flachland oder Berge, Bodenbeschaffenheit etc., welche die Schallausbreitung beeinflussen.

http://www.windwahn.de/index.php/krankheit/wissenschaftliche-betrachtungen-zu-abstaenden

So forscht z.B. Prof. Dr. Mariana Alves-Pereira in Portugal mit staatlichem Auftrag bereits seit 30 Jahren zum Thema Niederfrequenz-Schall ausgehend von verschiedenen industriellen Quellen, seit Ende der 90ziger Jahre auch an Windkraftwerken. Sie gab Erkrankungen infolge andauernder Einwirkungen o.g. Schallemissionen auf den menschlichen und auch tierischen Organismus, beispielsweise auf die Schleimhäute z.B. der Bronchien, den Namen „Vibro Acoustic Disease“ (VAD), Vibrationsakustische Krankheit. Bei ihren Forschungen entdeckte sie z.B. die Geschwüre in den Mundschleimhäuten und Schädigungen der Bronchien durch Geschwüre und Risse, die besonders bei Kindern auftreten.

Nachzulesen http://www.windwahn.de/index.php/krankheit/vibro-acoustic-disease/vibro-acoustic-disease-the-study

Kurz und bündig als PPP: http://www.nhmrc.gov.au/_files_nhmrc/file/media/events/windfarms_science_forum_mariana_alves_pereira.pdf

Dr. Nina Pierpont, NY/USA, untersuchte von 2004-2009 Menschen jeden Alters und Geschlechts aus 5 verschiedenen Ländern, die nahe Windkraftwerken (1,5-3MW) leben. Dabei wies sie z.B. folgende Krankheitssymptome nach:

Schlafstörungen bis zum Schlafentzug, Kopfschmerzen und Tinnitus, Ohrdruck, Unsicherheit, Schwindel, Übelkeit, Augenflimmern, Herzrasen, Probleme mit Konzentration und Erinnerungsvermögen, Panikattacken mit dem Gefühl inneren Schwingungen, sowohl im Ruhezustand, als auch im Wachen. Sie gab der Summe der Symptome den Namen „Wind Turbine Syndrome“ (WTS), Windrotoren Syndrom.

Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen, Personen mit bestimmten Vorerkrankungen. Maßgeblich ist dazu die Dauer des Aufenthaltes im Einflussbereich der Schallemissionen.

Von den weltweit untersuchten 10 Familien verließen 9 ihr Zuhause, weil sie herausgefunden hatten, dass die Symptome verschwanden, sobald sie sich einige Zeit nicht mehr in der Nähe der Windkraftwerke aufhielten.

Da Menschen ihr Zuhause nicht aus Verärgerung oder dem Gefühl einer Störung heraus verlassen, zumal viele der Häuser wegen der Nähe der Windkraftwerke nicht einmal mehr verkauft werden konnten, wird deutlich, welchem Leidensdruck, ausgelöst durch die Schallemissionen die untersuchten Familien ausgesetzt waren.

Nachzulesen http://www.windturbinesyndrome.com/img/German-final-6-8-10.pdf

Dr. Sarah Laurie, Vic./Australien, von der WAUBRA-Stiftung untersucht seit 2010 in großangelegten Feldversuchen neben den Symptomen von WTS und VAD vor allem den Blutdruck der Anwohner von Windkraftwerken, dessen Anstieg signifikant ist. Die durch Hypertonie (Bluthochdruck) entstehenden Gefahren für das Herz-Kreislauf-System (Herz-Rhythmusstörungen, Schlaganfall, Herzinfarkt), die Gefäße (Arteriosklerose), sowie für Nieren und Augen sind allgemein bekannt und werden im Umkreis von 10 km um sog. Windparks, also im Einflussgebiet von Niederfrequenz- und Infraschall zur Gefahr für die Anwohner. Dabei treiben nicht nur der hörbare Schall in Form von Dauerlärm den Blutdruck nach oben, sondern der o.g. nicht hörbare, aber zum Teil als Vibrationen und Schwingungen wahrnehmbare Schall stellt eine noch größere Gefahr dar.

Nachzulesen http://www.windwahn.de/index.php/krankheit/ausdrueckliche-warnung

Dr. Laurie war 2010 maßgeblich daran beteiligt, eine Senatsanhörung im australischen Bundesstaat Victoria zum Thema Windkraftnutzung ins Leben zu rufen. Diese Anhörung mit weltweiter Beteiligung (auch deutsche Windkraftgeschädigte haben sich dort zu Wort gemeldet) führte zu einer vorläufigen Abstandsregelung von 2 km in Victoria, die von anderen Bundesstaaten übernommen wurde. Forschungen werden fortgesetzt.

Senate Inquiry: http://www.windwahn.de/index.php/news/inquiry/demokratie-ist-moeglich-in-australien

Direkte Links zur Senatsanhörung finden Sie im o.g. Text.

Zum Thema Windkraft und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit und soziale Gerechtigkeit fand in Ontario, Kanada im Oktober 2010 ein Symposium unter Teilnahme namhafter Ärzte und Betroffener aus der ganzen Welt teil: http://www.windvigilance.com/international-symposium/proceedings-first-international-symposium

Weitere Untersuchungen und Stellungnahmen namhafter Mediziner und Akustiker renommierter Universitäten aus USA, Kanada, Australien, Groß Brittannien und Neu Seeland finden Sie hier:

Einführung von Dr. Alec Salt http://www.windwahn.de/index.php/krankheit/wind-turbine-syndrome/gefahr-durch-windkraftwerke

Dr. Carl V. Phillips http://www.windwahn.de/index.php/krankheit/wind-turbine-syndrome/big-wind-or-tepid-breeze

Diverse http://www.windwahn.de/index.php/krankheit/wts-und-vad und http://www.windturbinesyndrome.com/masterarch.html

Aus einem Artikel vom 05.11.2011 in „The Telegraph“,UK:

“Noise also raises blood pressure and increases heart rates, especially at night, leading to cardiovascular and other diseases, as well as affecting sleep. The WHO calculated this year that Europeans collectively lose at least a million years of healthy living as a result.”

Übersetzt: „Lärm erhöht außerdem den Blutdruck und steigert die Herzfrequenz, besonders nachts, was zu Herz-Kreislauf- und anderen Krankheiten führt, sowie Auswirkungen auf den Schlaf hat. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) rechnet in diesem Jahr damit, dass die Europäer zusammengerechnet mindestens eine Million Jahre Leben in Gesundheit verlieren.“

Auch in der Bundesrepublik wurden Untersuchungen zum Thema Auswirkungen von Infraschall auf den menschlichen Organismus gemacht:

Prof. Dr. Mausfeld http://www.windwahn.de/index.php/krankheit/periodischer-laerm

E. Weiler, Auswirkungen einer subliminalen Beschallung mit einer Frequenz
von 4 Hz, 8 Hz, und 31,5 Hz auf die elektroenzephalographische Aktivität eines weiblichen Probanden

St Wendel, 2005

Prof. Dr. Quambusch und M. Lauffer http://www.windwahn.de/index.php/krankheit/infraschall-als-gefahrenquelle

Insbesondere möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf die schlüssigen und auch für Nicht-Mediziner verständlichen Ausführungen von Dr. Nelting von der Gezeitenhaus-Klinik in Bad Godesberg lenken, der deutlich davor warnt, den Niederfrequenz- und Infraschall ausgehend von Windkraftwerken zu unterschätzen und wie die betroffenen erkrankten Anwohner, das Robert Koch Institut bereits in 2007, die EPAW, der Landesverband Gegenwind Schleswig-Holstein, der Bundesverband Landschaftsschutz und andere Organisationen dringend Untersuchungen anmahnt.

Auszüge Ausführung Dr. Nelting:

„Infraschall wird nicht mehr weiter beforscht, weil der Schalldruck in größerer Entfernung nicht mehr zu Vibrationen führt. Das wird in gefährlicher Verkennung der Tatsachen als harmlos definiert, somit ein Nachweis und weitere Forschung für nicht notwendig befunden! Ein Anwenden der „TA Lärm“ trifft keinerlei Aussagen über tieffrequente Geräusche unter 90 Hz und Infraschall, behauptet aber, daß durch die Anwendung Gefahren im Bereich von Schallwirkungen geprüft und ausgeschlossen seien.
Das ist falsch und aus meiner Sicht als Arzt unverantwortlich und kann gefährlich für die Bürger werden.“

„Die Genehmigung nach diesen alten Vorschriften negiert gesundheitliche Gefahren durch Schallimmissionen von Windrädern, erfasst die durch den beschleunigten technologischen Fortschritt entstandenen Gefahren aber natürlich noch nicht.“

„Die Auseinandersetzung mit Abstandsgrenzwerten von Megawatt- Windkraftanlagen zur Gefahrenabwehr sind daher neu für die Behörden, deren Umsetzungskompetenz durch das hinter dem technologischen Fortschritt zurückbleibende Erfassungstempo von
Problemen sowie Abhängigkeiten von politischen und wirtschaftlichen Interessen stark eingeschränkt ist. Bei dem Tempo des technologischen Fortschritts ist zur Erfüllung der staatlichen Verpflichtung der Abwehr systematischer gesundheitlicher Gefahren für den Bürger eine vorausschauende Genehmigungspraxis erforderlich, die zu fordern ist und in den nächsten 2 Jahren auch kommen wird, da andernfalls die Zunahme der chronischen Krankheiten zu einer weiteren Kostenexplosion im Gesundheitsressort führen wird.“

http://www.windwahn.de/index.php/krankheit/wind-turbine-syndrome/gesundheitsschaeden-durch-infraschall

Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes: Infraschall und tieffrequenter Schall
- ein Thema für den umweltbezogenen Gesundheitsschutz in Deutschland?

Mitteilung der Kommission „Methoden und Qualitätssicherung in der Umweltmedizin“

Die von den Genehmigungsbehörden und Windkraft-Interessenvertretern bis heute herangezogene TA Lärm ist nicht nur überaltert, sondern deckt ausschließlich den hörbaren Schallbereich ab, berücksichtigt die niedrigen Frequenzen unzulänglich und negiert den Infraschall komplett.

Zitate Dr. Nelting:„Ein Anwenden der „TA Lärm“ trifft keinerlei Aussagen über tieffrequente Geräusche unter 90 Hz und Infraschall, behauptet aber, dass durch die Anwendung Gefahren im Bereich von Schallwirkungen geprüft und ausgeschlossen seien.
Das ist falsch und aus meiner Sicht als Arzt unverantwortlich und kann gefährlich für die Bürger werden.Die TA „Lärm“ wurde 1968 begründet und nach 30 Jahren, also 1998 aktualisiert. Die technologische Entwicklung hatte die Genehmigungspraxis aber schon damals überholt, die zugrundeliegenden Forschungsdaten stammen aus den frühen 90iger Jahren, in denen die Windräder nur geringe Nabenhöhen und vermehrt höherfrequente Schallspektren hatten. Die Genehmigung nach diesen alten Vorschriften negiert gesundheitliche Gefahren durch Schallimmissionen von Windrädern, erfasst die durch den beschleunigten technologischen Fortschritt entstandenen Gefahren aber natürlich noch nicht.
Die Schallimmissionsprognose nach dB (A) gemäß TA Lärm ist zur Ermittlung von real auftretenden Schallpegeln tieffrequenter Geräusche in einer Entfernung von bis zu 2 km nicht geeignet. Die dort auftretenden Schallpegel bedeuten real eine permanente
Geräuschbelästigung mit gesundheitlichen Folgen. Insofern besteht aktuell kein Anwohnerschutz in der Nähe großer Windkraftanlagen. Die Genehmigungspraxis muß sofort aktualisiert werden.“

Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass viele Mitglieder der Europäischen Plattform gegen Windkraftanlagen, EPAW, persönliche Erfahrungen mit den Auswirkungen von Schallemissionen auf ihre Gesundheit und Lebensqualität gemacht haben, so auch mein Mann und ich.

Nach 17 Jahren (1995-2011) neben 6 Windkraftwerken in 320-680 Meter Entfernung von unserem Haus mit Dauerbeschallung, je nach Jahreszeit, Windstärke und Windrichtung mit deutlich höherem Lärmpegel (gemessen mit Voltcraft SL 400 mit Data Logger), als die für den Außenbereich vorgeschriebenen und laut WHO ohnehin zu hohen 45 dBA, sind wir erheblich erkrankt. Trotz zweimaliger Fenstererneuerung, heute dreifachverglaste Lärm- und Wärmeeffizienzfenster und etlichen Schutzpflanzungen sind wir seit einigen Jahren gezwungen, ständig Medikamente zu nehmen, um Herz-Rhythmus und Blutdruck im Lot zu halten. VAD-Geschwüre und WTS-Symptome sind unsere täglichen Begleiter. Aufgrund einer langjährigen Antikörper-Chemotherapie und schwerer Nierenschädigung bin ich gezwungen, bei östlichen und südlichen Winden mein Haus nachts zu verlassen, um anderswo zu nächtigen. Dieser Stress ist weniger gefährlich, als nächtelang nicht zu schlafen und somit mein Leben aufs Spiel zu setzen.

Außerdem ist die Lebensqualität der Anwohner von Windkraftwerken stark eingeschränkt, denn neben den gesundheitlichen Problemen muss jeder Bewohner von Windindustriezonen in windigen Zeiten auf normale Annehmlichkeiten des Landlebens wie das Schlafen bei offenem Fenster, Erholung durch Aufenthalte im Garten, Ruhephasen im Freien und Hobbys wie z.B. Gartenarbeit verzichten. Statt dessen wird er, außer von Lärm und Vibrationen, von Schattenschlag und ständiger Unruhe durch die Drehbewegung der Rotoren belästigt.

Wir und mit uns alle bereits ebenfalls windkraftgeschädigten Mitglieder der EPAW, sowie alle diejenigen, welche aufgrund der Windflächenausweisungen der Regionalpläne zur Teilfortschreibung oder durch Repowering von Altanlagen in ihrer Umgebung um ihre Gesundheit und die ihrer Kinder fürchten, empfinden das Vorgehen der Landesregierung und Landesplanung als Verstoß gegen das Grundgesetz Artikel 2 (2) Satz 1, weil es unsere körperliche Unversehrtheit täglich aufs Neue verletzt.

Laut Grundgesetz Artikel 1 (3) binden die Grundrechte „Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht“, also auch Landesregierung und Landesplanung.

Dennoch werden die Rechte der Bürger im ländlichen Raum auch in der Teilfortschreibung der Regionalpläne in Schleswig-Holstein zugunsten der Interessenvertretung der Windkraftprofiteure konsequent missachtet.

Dagegen wenden wir uns mit dieser Stellungnahme und fordern die Einstellung der laufenden Planungen solange, bis Langzeituntersuchungen zur Auswirkung der Windkraft auf die Gesundheit von Mensch und Tier, wie in anderen Staaten auch hier durchgeführt und ausgewertet werden. Bis dahin sollte das wertvollste Gut des Menschen, seine Gesundheit, geschützt und alle Windkraftwerke stillgelegt werden, die durch ihre Nähe zur Wohnbebauung Abstände von mindestens 2 km im Flachland, 3,5 km in hügeligen Regionen unterschreiten.

 

2. Gefährdung des Arten- und Naturschutzes

Die Landesregierung ist verpflichtet, den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen der Tiere zu gewährleisten - Grundgesetz Artikel 20a

 

Auch ein nachhaltiger Schutz der Arten, insbesondere der Avifauna in Schleswig-Holstein, unter ihnen viele wertgebende Arten findet in der Teilfortschreibung der Regionalpläne keine Berücksichtigung. So fallen etliche Brut-, Rast-, Jagd- und Nahrungsflächen von Vögeln und Fledermäusen der Flächenausweisung für Windkraftwerke auch in sensiblen Regionen mit großer Artenvielfalt zum Opfer. Abstände zu o.g. Revieren sind entschieden zu gering, die Gefahr der Tötung der Tiere durch Windrotoren (Vogelschlag) bzw. durch das Platzen der Lungen von Fledermäusen, welches vereinzelt auch bei Vögeln beobachtet wird, ist groß.

So wurde von Fachleuten eine jährliche Verlustrate von mindestens 1 Millionen Vögel an Windkraftanlagen für Deutschland berechnet, andere Berechnungen beziffern die Verluste auf 3 Millionen.

Der bekannte deutsche Vogelkundler Peter Berthold von der Vogelwarte Radolfzell, hat nach langjährigen  Freilanduntersuchungen einen alarmierenden jährlichen Schwund bei Singvögeln von 1 Prozent in Deutschland festgestellt. Die Tendenz ist anhaltend und wird bei einigen Großvögeln noch deutlich übertroffen. Dramatisch ist beispielsweise der Rückgang von Greifvögeln wie dem Rotmilan, einer weltweit gefährdeten Art, auch in Schleswig-Holstein. Aber auch der ehemalige „Massenvogel“ Kiebitz, wertgebende Art in S-H, der auf den Wiesen der hiesigen Feuchtgebiete zuhause war, ist besonders anfällig für die Scheuchwirkung der Windrotoren und zieht sich immer mehr zurück, da er kaum noch ungestörte Brut- und Nahrungsflächen findet, seit die massenhafte Bebauung der Naturflächen mit Windkraftwerken eingesetzt hat. Auch die früher ebenfalls häufig anzutreffende Feldlerche hält der Scheuchwirkung von Windrotoren nicht stand und ist heute eine Rarität auf den Schleswig-Holsteiner Wiesen, um nur einige Arten zu nennen.

Dennoch wird in der Teilfortschreibung der Regionalpläne auf den Erhalt der Biodiversität kaum Rücksicht genommen, sondern Abstände zu Lebensräumen propagiert, die den Bedürfnissen der Avifauna keinesfalls gerecht werden. Schutzgebiete werden umzingelt von Windkraftwerken und die wenigen Schleswig-Holsteiner Wälder (9% der Landesfläche des waldärmsten der deutschen Bundesländer) werden bereits ebenfalls von Windkraftprofiteuren überplant.

Der Zoologe Michael Stubbe sieht die Anlagen als Störpotenzial, die in der Nähe von Schutzgebieten nichts verloren haben. Der Ornithologe Klaus Richarz betont, dass bei besonders akut gefährdeten Arten Einzelverluste regional aber auch bundesweit zum Aussterben führen können (z.B. Störche, Uhu, Wiesenvögel und Rauhfusshühner).

Solange es für Deutschland keine verlässlichen Vogel- und Fledermausatlanten wandernder Arten als Planungsgrundlage gibt, sind diese Arten im Zuge der weiteren Bebauung ihrer Lebensräume mit Windkraftwerken und dazu mit Hochspannungsleitungen gerade in Schleswig-Holstein vom Aussterben bedroht. Wandernde Arten gelten an Hochspannungsleitungen und WKA als besonders gefährdet, weil sie die Örtlichkeiten, im Gegensatz zu standorttreuen Arten, nicht sicher einschätzen können. Insbesondere bei Schlechtwetterereignissen sind die Opferzahlen besonders hoch.

Eine besondere Gefährdung stellt die künstliche Beleuchtung an Windkraftwerken an Land und auf dem Meer für ziehende Vögel und Fledermäuse dar, wie ein wissenschaftlicher Bericht zum Vogelschutz im gleichnamigen Heft Nr. 46 von 2009 von Ballasus, Hill und Hüppop nachweist. Die Literaturrecherche zur Vogelkollision ergab etwa 400 Publikationen, zum Fledermausschlag rund 40. Letzteres liegt daran, dass tote Fledermäuse viel schwerer zu finden sind als tote Vögel, die ebenfalls oft unentdeckt bleiben, da Füchse, Marder, Krähen etc. zumeist schneller sind, als der Mensch.

Auf ein Minimum zusammengestrichen zugunsten von Flächenerweiterungen für die Windkraftindustrie werden die Zugvogelkorridore, die gerade über Schleswig-Holstein eine große Rolle spielen. So werden nicht nur Brut-, Rast- und Nahrungsflächen der Stand- und Sommervögel minimiert, sondern auch die Zugwege durch Barrieren aus Windkraftwerken verbaut. Diese werden für niedrig ziehende Vogelarten, sowie für wandernde Fledermäuse besonders nachts zu Todesfalle. Auf höher ziehende Arten üben sie eine kräftezehrende Scheuchwirkung aus, da die Schwärme häufig auseinanderdriften, sich teilen um in verschiedenen Richtungen weiterzufliegen oder bei niedriger Flughöhe gruppenweise sichtlich irritiert landen. Ein Phänomen, welches wir in der Wilstermarsch seit Jahren der massenhaften Bebauung der Region mit Windkraftwerken mit Sorge beobachten, da wir unmittelbar unter einem besonders frequentierten Südwest-Nordost-Flugkorridor von

Wasser-, Wat- und Wiesenvögeln, Singvögeln, sowie nordischen Greifen leben. Auch die Nord-Südroute von Norwegen entlang der Westküste und der Elbe bringt uns regelmäßig große Schwärme von Landvögeln. Auffällig ist die zunehmende Frequentierung der Feuchtwiesen als Rastplatz für Zugvögel an unserem Wohnort in der Wilstermarsch und anderen Flächen, seit große Regionen in der Umgebung der Avifauna entzogen wurden durch die massenhafte Bebauung mit Windkraftwerken.

Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft für Schleswig-Holstein und Hamburg (OAG) beobachtet den Vogelzug über Schleswig-Holstein seit 2001, sie ermittelt die Anzahl der Durchzügler, stellt die Zugwege dar und beschäftigt sich mit den Faktoren, die das Vogelzuggeschehen in S-H beeinflussen, wie z.B. Windkraftwerke. 500 Millionen bis 1 Milliarde Vögel queren alljährlich im Herbst dieses Bundesland.  

Welche besondere Bedeutung die Flächen und Zugwege für den Vogelschutz haben entnehmen Sie außerdem den Karten der LANU-Veröffentlichung „Empfehlungen zur Berücksichtigung tierökologischer Belange bei Windenergieplanungen in SH“, die auch auf die Bedeutung dieser Flächen für den Fledermausschutz, Brutplätze von Greif- und Großvögeln und Brutkolonien seltener Arten hinweisen. Bedeutende Vogelzugwege kreuzen z.B. die Ufer und das Watt der Unterelbe und des Elbästuars bei St. Margareten und sind unentbehrliche Rastplätze für Zugvögel. Entsprechende Flächen finden sich in vielen Regionen Schleswig-Holsteins, die laut Landesplanung für die Windenergienutzung vorgesehen sind, so z.B. auch angrenzend an den Hauke-Haien-Koog in Nordfriesland.

Europäische und nationale Schutzgebiete stellen raumplanerisch eine hohe Bewertung dar, die ohne Rechtfertigung von Seiten der Schleswig-Holsteinischen Regierung und der Landesplanung unterlaufen wird. So werden europäische Vogelschutzgebiete als Teil der Natura 2000-Schutzzonen, Ramsar-Gebiete (völkerrechtlicher Vertrag, initiiert von der UNESCO) zum Erhalt der Lebensräume von Wasser- und Watvögeln, Landschaftsschutzgebiete und das Weltkulturerbe Wattenmeer durch die Bebauung oder angrenzende Bebauung gefährdet.

Dieser Praxis muss im Interesse des Erhaltes unserer Schleswig-Holsteinischen Artenvielfalt, des Naturschutzes und der Einhaltung der Europäischen Gesetze zum Schutz der Avifauna Einhalt geboten werden.

Es ist inakzeptabel, dass im Interesse von Windkraftlobbyisten die Schutzgebiete in Schleswig-Holstein unterlaufen werden, bis hin zur Missachtung Europäischer Gesetze und internationaler Vogelschutzabkommen.

Ebenfalls zu beanstanden ist die Praxis der Flächenauswahl und Prüfung durch Vertreter von Umweltunternehmen, die als Naturschutzverbände auftreten, jedoch durch Spenden und Sponsoring sowie durch ihre wirtschaftlichen Verflechtungen als Anteilshalter und Betreiber von Windkraftanlagen befangen sind. Naturschutzrechtliche Prüfungen sollten grundsätzlich nur durch unabhängige Fachgremien erfolgen.

Schließlich sollten Ausnahmeregelungen für Ausschlussgebiete grundsätzlich nicht vorgesehen sein, um der Gefahr von Entscheidungen gegen Natur-, Arten- und Landschaftsschutz durch Schlupflöcher für Interessenvertreter, genannt „Feinsteuerung“, entgegenzuwirken. Einzelfallentscheidungen gegen die Natur darf es im Interesse des Arten-, Natur- und Landschaftsschutzes nicht geben.

Auch auf dem Gebiet des nachhaltigen Natur- und Artenschutzes fordern wir die Landesregierung auf, sich an das Grundgesetz sowie die internationalen Gesetze und Abkommen zur Bewahrung unserer Natur zu halten und ihrer Verantwortung für Mensch und Natur im Interesse der Bevölkerungsmehrheit in Schleswig-Holstein gerecht zu werden.

Quellen und Hintergrundinformationen:

Multimediabeweise für die Gefährdung von Vögeln und Fledermäusen:

http://savetheeaglesinternational.org/?page_id=131

Vogelverluste an Windenergieanlagen in Deutschland. Daten aus der zentralen Fundkartei der Staatlichen Vogelschutzwarte im Landesamt für Umweltamt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg - zusammengestellt: Tobias Dürr; Stand vom: 19. Januar 2011:

http://www.windwahn.de/images/stories/Texte/Mortality_statistics_Germany.xls

http://www.windwahn.de/index.php/naturschutz/artenschutz/fledermaeuse

http://www.windwahn.de/index.php/naturschutz/artenschutz/a-concerned-biologist

http://www.windwahn.de/index.php/naturschutz/artenschutz

http://savetheeaglesinternational.org/

www.wattenrat.de

http://www.egeeulen.de/

 

 

3. Soziale Aspekte

 

a)      Vernichtung von Volksvermögen durch Entwertung bis hin zur Enteignung des Wohneigentums und der Grundstücke der Anwohner von Windnutzungsflächen

Grundgesetz Artikel 14 Absatz 1 zur Gewährleistung des Eigentums und Erbrechts

Die Landesregierung Schleswig-Holsteins ist verpflichtet, das Recht auf Eigentum gemäß Grundgesetz Artikel 14, Absatz 1 zu respektieren und zu schützen. Sie muss dafür Sorge tragen, dass die Bevölkerung, die gezwungen wird in Windkraftnutzungsgebieten zu leben, keine Verluste dadurch erleidet, dass die Interessen einiger weniger Wirtschaftsvertreter und Grundbesitzer durch Planungen und Verordnungen der Politik bevorzugt werden.

Da mit der Privilegierung von Windkraftwerken keine grundlastfähige und flächendeckende Erzeugung von Energie verbunden ist, die im Sinne des Artikels 14, Absatz 2 GG dem Wohle der Allgemeinheit dient, ist die Entwertung der Privatgrundstücke und Enteignung der Eigentümer nicht nachvollziehbar.

Neben der Entwertung der Grundstücke wird die Kreditwürdigkeit der betroffenen Besitzer minimiert, denn eine Immobilie in schlechter Lage beleiht kein Kreditinstitut entsprechend dem Ursprungswert und die Zinsen für eine Hypothek, z.B. für eine energetische Sanierung oder Renovierung, fallen entsprechend hoch aus.

Dramatisch auch der Verlust der Alterssicherung, für die Immobilien in der Regel von Normalverdienern herangezogen werden. Ein Haus, welches durch benachbarte Windkraftwerke nur noch die Hälfte wert oder gar unverkäuflich ist, kann die Pflege im Alter oder bei Krankheit, bzw. einen Aufenthalt in einem angemessenen Pflegeheim unmöglich machen. Diese Praxis entspricht in keinster Weise der Politik, die Bevölkerung möge sich privat um eine zusätzliche Alterssicherung bemühen...

Bis heute wurde in Schleswig-Holstein auch gemäß GG Artikel 14, Absatz 3 keine Entschädigung, die den Interessen der Betroffenen angemessen wäre, gesetzlich geregelt, geschweige denn in Erwägung gezogen.

Die gängige Praxis, Flächen zur Windenergienutzung zum Nachteil der Anwohner und ihrer Wohnwerte auszuweisen, wie in der Teilfortschreibung der Regionalpläne geschehen, ist für die Mitglieder der EPAW in Schleswig-Holstein inakzeptabel.

 

Hier stellt sich der Verlust sozialer Gerechtigkeit durch die von der Landesregierung geplante Ausweisung von Windnutzungsflächen in den Regionalplänen ebenfalls besonders drastisch dar.

 

http://windwahn.de/index.php/news/allgemein/windkraftanlagen-als-soziales-problem

 

http://mitglied.multimania.de/WilfriedHeck/wertmind.htm

http://www.gegenwind-engelschoff.de/wertminderung.html

 

http://www.trimmpfadwald.de/attachments/File/Welche_Vermoegensverluste_auf_Anwohner_zukommen.pdf

 

                b)     Verhinderung der Dorfentwicklung im ländlichen Raum

Durch die Ausweisung von Windenergienutzungsflächen und die zwangsläufige Bebauung mit Windkraftwerken werden den Gemeinden Flächen entzogen, die ansonsten der Dorfentwicklung, sei es für Baugebiete zur Wohnansiedlung, für Gewerbeflächen oder für die Erholung der Anwohner zugute gekommen wären.

Bereits die Ausweisung von Windeignungsflächen in den Nachbargemeinden können zum Verlust von Flächen führen, die dem Nutzen der Dorfentwicklung dienen sollten. Auch damit verbundene Investitionen z.B. Erschließungskosten für Baugebiete können verloren gehen, weil diese Gebiete für Wohnansiedlungen aufgrund von emissionsschutzrechtlichen Bestimmungen nicht mehr genutzt werden dürfen. Beispielhaft im Kreis Steinburg war die Gemeinde Nutteln, welche 2008 durch einen sog. Windpark auf Nachbargebiet nicht nur die Fläche für eine Wohnansiedlung junger Familien nebst der Erschließungskosten verloren hat, sondern zusätzlich die Kosten für eine verlorene gerichtliche Auseinandersetzung tragen musste. Ein weiteres Beispiel für den Verlust sozialer Gerechtigkeit im ländlichen Raum!

Im Interesse der Dorfentwicklung durch die Ansiedlung von Neubürgern, insbesondere Familien mit Kindern als Instrument gegen den Bevölkerungsschwund in Schleswig-Holstein und von Gewerbetreibenden zur Schaffung von Arbeitsplätzen und dem Erhalt einer intakten Infrastruktur, ist der Bevorzugung von wirtschaftlichen Interessen einer kleinen Lobbygruppe aus der Windenergiebranche durch die Landesregierung deutlich zu widersprechen.

 

c) Zerstörung der Sozialstrukturen in den Gemeinden des ländlichen Raumes

Das gesellschaftliche Miteinander in Dörfern wird zerstört, in denen Flächenausweisungen für Windkraftwerke kontrovers behandelt werden, nachdem eine kleine Anzahl Landeigner auf Kosten ihrer Nachbarn auf große Pachtsummen und Planer auf lukrative Aufträge spekulieren und potenzielle Windkraftbetreibergesellschaften die Gemeinden mit Gewerbesteuern und rechtswidrigen Kopplungsgeschäften wie z.B. dem Sponsoring von Kindergärten oder der Feuerwehr ködern.

Mit sog. Bürgerwindparks werden Anwohner um ihre Ersparnisse gebracht, indem ihnen vermeintlich hohe Renditen für die Anlage ihrer Spargroschen versprochen werden, ohne sie über das sprichwörtliche Kleingedruckte zu informieren. So wissen im Allgemeinen weder die Gemeindevertreter noch die Anleger, dass zunächst Investitionen getilgt werden müssen, Steuerabschreibungen 8-17 Jahre laufen, bevor Gewinne und Gewerbesteuern fällig werden.

Verborgen bleibt den Anlegern auch, dass sie als Kommanditisten keine Mitsprache- und Gestaltungsrechte haben, schlimmstenfalls jedoch für die Verluste durch eine Insolvenz des sog. Bürgerwindparks mithaften.

Sogar der Abriss von Höfen, durch deren Lage in potenziellen Windenergienutzungsflächen,

eine Genehmigung wegen Verletzung der Abstandsvorgaben gefährdet ist, wird von Windkraftlobbyisten in den Gemeindevertretungen im Zuge der Flächenmeldungen zur Teilfortschreibung der Regionalpläne vorangetrieben. (Aktuelle Beispiele: Nortorf im Kreis Steinburg und Dingen in Süddithmarschen)

Neid und Missgunst werden in den Gemeinden geschürt und wer sich gegen Projekte zugunsten einer Minderheit wehrt, wird ausgegrenzt, bedroht, beschimpft und gerät durch tätliche Übergriffe in Gefahr. Nachbarschaftliche und freundschaftliche Bindungen gehen in die Brüche, sogar Familienbande zerbrechen an den Versuchen, die Heimatgemeinde in eine Industriebrache zum einseitigen Nutzen weniger Profiteure zu verwandeln. Soziale Beziehungen werden auf Jahrzehnte zerstört, mindestens solange wie sich die Rotoren der Windkraftwerke auf dem Gemeindegebiet drehen und den Anwohnern, die gesundheitlich und finanziell darunter leiden das Leben zur Hölle machen.

Auch im Interesse des Erhalts des sozialen Friedens und einer intakten Dorfgemeinschaft ist der Flächenausweisung für Windkraftwerke und der Bevorzugung von Industrieanlagen gegenüber Wohnraum zu widersprechen.

http://www.shz.de/nachrichten/lokales/landeszeitung/artikeldetails/article/111/windmuehlen-gegner-in-gnutz-machen-mobil.html

http://www.shz.de/nachrichten/lokales/wilstersche-zeitung/artikeldetails/article//zwei-resthoefe-sollen-neuen-windraedern-weichen.html

http://www.kn-online.de/lokales/rendsburg_eckernfoerde/144073-Windkraft-hat-Nuebbel-gespalten.html

 

d)    Verlust demokratischer Rechte durch Missachtung von Bürgerentscheidungen und Beschlüssen gegen die Flächenausweisung für Windenergienutzung

Durch die derzeitigen Versuche der Aushebelung der Zeitbindung von Bürgerentscheiden gerät die Schleswig-Holsteinische Demokratie im Zuge des Rausches um Flächenausweisungen für Windkraftwerke in ernsthafte Gefahr.

Während der Vorbereitungszeit des LEP mit der Teilfortschreibung „Windkraft“ fanden in vielen Gemeinden Bürgerbegehren mit nachfolgendem Bürgerentscheid statt. Etliche davon wurden von den Windkraftgegnern gewonnen und sind somit verbunden mit einer zweijährigen Sperrfrist, in der keine Beschlüsse zur Flächenausweisung gefällt werden dürfen. Die beiden letzten Bürgerentscheide mit positiven Ergebnissen für die Windkraftgegner fanden heute, 13.11.2011, in den Gemeinden Klinkrade und Stoltebüll statt.

Diese Ergebnisse werden jedoch vielfach durch potenzielle Windkraftprofiteure und Landbesitzer in den Gemeindevertretungen und durch Betreibergesellschaften missachtet bzw. negiert, indem trotz der Sperrfristen neue Beschlüsse durch die Gemeindevertreter gefasst, bzw. neue Bürgerentscheide herbeigeführt werden. Eine dramatische Entwicklung gegen demokratische Regeln, der in den Augen der EPAW und ihrer Mitglieder umgehend Einhalt geboten werden muss.

Auch gibt es Meldungen von Anträgen zu potenziellen Windenergieeignungsflächen an die Landesplanung durch Windkraft-Interessenvertreter und Landbesitzer aus verschiedenen Gemeinden, in denen eine Flächennutzung für Windkraft per Gemeinderatsbeschluss abgelehnt wurde. Diese Flächen tauchten in unzulässigerweise im Entwurf der Teilfortschreibung zu den Regionalplänen auf. Etliche Bürgerinitiativen und Mitglieder der EPAW sind auch hiervon betroffen.

Trotz des Hinweises der Landesplanung, dass es sich in o.g. Fällen um redaktionelle Fehler handelt und diese Flächen in der Teilfortschreibung keine Berücksichtigung finden würden, wird dieser Hinweis vonseiten der Windkraftlobbyisten in den betroffenen Gemeinden und von dort engagierten Betreibergesellschaften negiert. Dieser redaktionelle Fehler wird sogar genutzt, um Eigeninteressen aufs Neue umzusetzen, gegen den erklärten Willen der Mehrheit der Bevölkerung dieser Gemeinden.

Diese Entwicklung von Seiten der Vertreter der Windkraftinteressenten, sowohl Bürgerentscheide als auch Mehrheitsbeschlüsse der Gemeindevertretungen zu missachten und damit die demokratischen Rechte außer Kraft zu setzen, halten wir für eine ernsthafte Bedrohung der Demokratie in den betroffenen Dörfern und Gemeinden. Wir fordern die Landesregierung auf, im Interesse der Bevölkerung im ländlichen Raum diesen Bestrebungen einer Gruppe von Lobbyisten entschieden entgegenzutreten.

http://www.taz.de/Streit-um-Windpark-Plaene/!78286/


Zusammenfassung der Stellungnahme zum Entwurf der Teilfortschreibung „Windkraft“ für die Mitglieder der EPAW in Schleswig-Holstein

Es ist allgemeines Wissensgut, dass das Leben an Industriestandorten wie z.B. Fabriken und Massentierhaltungen oder an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen für Anwohner gesundheitsschädlich ist, die Lebensqualität zerstört und den Wert der Wohnimmobilie halbiert bzw. diese unverkäuflich macht.

Studien zur Belastung durch Dauerlärm zeigen, dass die dadurch hervorgerufenen Schäden im menschlichen Organismus nach 15jähriger Exposition irreversibel sind. Der Betrieb von Windkraftwerken ist auf mindestens 20 Jahre ausgelegt...

Umso absurder und menschenverachtender ist es, wenn die Landesregierung ausgerechnet Windkraftwerke mit ihrem Dauerlärm, dem unhörbaren, schwer gesundheitsschädigenden Infraschall und ihrer optischen Bedrängungswirkung als rotierende, Tag und Nacht blinkende Industrieanlage für Mensch und Natur als unschädlich definiert und diese neben die Wohnungen ihrer Mitbürger und inmitten artenreicher Natur bauen lässt.

Die Zerstörung der Landschaft unseres Landes hat aus Schleswig-Holstein, dem einstigen Land der Horizonte, ein Land der eingeschränkten Weitsicht gemacht.

Die Missachtung einer nachhaltigen Politik durch die Bewahrung dessen, was heute noch an Artenvielfalt in Schleswig-Holstein übrig ist, gefährdet die Natur in dramatischer Weise.

Ebenso dramatisch gestaltet sich die Missachtung demokratischer Werte und der Erhaltung sozialer Strukturen im ländlichen Raum.

Die hartnäckige Fortsetzung dieser Praxis, das soziale, ökologische und ökonomische Gleichgewicht zu gefährden, durch die Teilfortschreibung der Regionalpläne mit weiteren Flächenausweisungen für Windkraftwerke zugunsten einer kleinen Minderheit von Windkraftnutznießern, empfinden wir als soziale, menschliche und artenschutzrelevante Tragödie.

Somit ist der Teilfortschreibung „Windkraft“ der Regionalpläne im Landesentwicklungsplan des Landes Schleswig-Holstein sowie der Praxis der Landesregierung, diese gegen Mensch und Natur umzusetzen, deutlich zu widersprechen.

 

Jutta Reichardt, Sprecherin der EPAW in Deutschland

Für die Mitglieder der Europäischen Plattform gegen Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein

www.epaw.org

   

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Man sollte immer auf alte Männer hören  

  • Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, macht sie vor aller Augen lächerlich. Und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen. Bekannt machen allein genügt vielleicht nicht – aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen

    Josef Pulitzer (1847 - 1911)

     
  • Sandwike ist's, genau kenn ich die Bucht.
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    da bläst es aus dem Teufelsloch heraus ...
    Wer baut auf Wind, baut auf Satans Erbarmen!

    Richard Wagner (1813 - 1883)  - Der fliegende Holländer

     
  • „Zuerst ignorieren sie dich,
    dann lachen sie über dich,
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    Mahatma Gandhi (1869 - 1948)

     
  • Wilhelm Busch (1832 - 1908)Aus der Mühle schaut der Müller, Der so gerne mahlen will.
    Stiller wird der Wind und stiller, Und die Mühle stehet still.
    So gehts immer, wie ich finde,
    Rief der Müller voller Zorn.
    Hat man Korn, so fehlts am Winde, Hat man Wind, so fehlt das Korn.

    Wilhelm Busch (1832 - 1908)

     
   

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Zitate  

"Kulturelle Barbarei"
"Es ist doch pervers, wenn man, um die Umwelt zu schützen, den CO2-Ausstoß steigert und die Landschaft zerstört."


Oskar Lafontaine in der Saarbrücker Zeitung am 31.10.2013

"Man has the fundamental right to freedom, equality and adequate conditions of life, in an environment of a quality that permits a life of dignity and well-being, and he bears a solemn responsibility to protect and improve the environment for present and future generations."

Declaration of the UN Conference on the Human Environment

"Früher war Energiearmut ein Randphänomen, mittlerweile ist es ein Alltagsproblem."

Volker Hatje, Elmshorner Stadtrat

„Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört, was man eigentlich durch sie bewahren will: Die Natur“

Reinhold Messner, 2002

"Der Ausbau regenerativer Energien kommt vor Umweltschutz"

Winfried Kretschmann, grüner Ministerpräsident von Baden-Württemberg, auf der Verbandsversammlung des Gemeindetages in BW

"Ihr müsst schon sehr gute Argumente liefern, wenn wir sie nicht bei euch vor die Haustür setzen sollen. Dann bauen wir sie woanders hin. Aber bauen werden wir sie. Warum? Weil das Gemeinwohl es gebietet."

Winfried Kretschmann (MP Baden-Württemberg) über seine Windwahnphantasien

For us, the world was full of beauty; for the other, it was a place to be endured until he went to another world. But we were wise. We knew that man's heart, away from nature, becomes hard.

Chief Luther Standing Bear (1868-1939)

"Eines Tages wird der Mensch den Lärm genauso bekämpfen müssen wie Cholera und Pest."

Robert Koch (1843-1910)

"Ich bin für Naturschutz und Energiewende verantwortlich und kann deshalb klar sagen, dass die Energiewende nicht am Naturschutz scheitern wird."

Robert Habeck, Energiewendeminister S-H am 20.08.2012 im WELT-Interview

   

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Schon am 23. April 2012 hat windwahn.de darauf hingewiesen, wie das Ergebnis der Studie lauten wird.
Die Wilstedt-Studie - Wie es began

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move penVon Seiten der Politik und Behörden wird immer wieder behauptet, bei Äußerungen gegen die sogenannten Erneuerbaren handele es sich um Einzelmeinungen.
Viele Einzelmeinungen ergeben jedoch eine Stimmung in der Bevölkerung und aus einer Stimmung wird eine Mehrheit.

Einige gute Beispiele solcher "Einzelmeinungen" lesen Sie hier:

Wilstersche Zeitung vom 14.07.2014

Wilstersche Zeitung vom 15.07.2014

Wilstersche Zeitung vom 18.07.2014

Wilstersche Zeitung vom 19.07.2014

FAZ vom 21.07.2014