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St. Michaelisdonn auf windigem Kurs

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Schleswig-Holsteiner EE-Wahn in Dithmarschen

Windkraft-Freund und EE-Lobbyist Prof.
Dr. Hans-Jürgen Block, Geschäftsführer der "Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein"
zu den Möglichkeiten und Aussichten für die Dithmarscher Gemeinde St. Michaelisdonn, sich im Jahr 2038 zu 1oo% (nicht nur wie üblich "rein rechnerisch!")
mit sog. erneuerbaren Energien versorgen zu können.

Leseprobe:
Eine seiner Forderungen: der klassische Bürgerwindpark, "den wir in Dithmarschen immer noch viel zu wenig haben". Bei der Windenergie könne St. Michel von der Standortgunst profitieren, sie sei das wichtigste Standbein auf dem Weg zum Ziel. "So viel ausbauen wie möglich", empfahl er. In begrenztem Umfang und in bestimmten Lagen auch Kleinwindkraftanlagen. In einem Satz zusammengefasst: "Beim Wind alle Potenziale nutzen, die Bürger am Gewinn beteiligen und ein bisschen Kleinwindpionier sein." Während er beim Thema Biomasse wegen des mangelnden technischen Fortschritts und der steigenden Preise skeptisch in die Zukunft blickte (wir berichteten), prophezeite er der Solarenergie in den nächsten fünf bis zehn Jahren eine neue und größere Rolle. Sie habe nämlich die erstaunlichste Entwicklung mitgemacht: Technischer Fortschritt, ruinöser Wettbewerb mit China, Überkapazitäten hätten die Preise verfallen lassen. "Optimistisch bleiben", riet Professor Dr. Hans-Jürgen Block, "Solarenergie ist ein Thema für Privatinvestitionen." Seine Ratschläge beschränkte er allerdings nicht auf die Erzeugung von erneuerbaren Energien, sondern weitete sie auch auf das Thema Energieeffizienz aus. "Da sollten Sie einen Gang höher schalten", betonte er. Nicht nur bei Beratungen für Einwohner, sondern auch bei den öffentlichen Gebäuden.

Das ist seiner Ansicht nach eines der großen Themen der nächsten Jahre. Vor allem Menschen mit schmalem Geldbeutel bräuchten in Sachen Energieeffizienz Beratung, damit die teure Energie am Ende noch bezahlt werden könne.

Die Energiewende sieht der Geschäftsführer nicht nur mit positiven Folgen. "Wir ersetzen eine funktionierende Branche, nämlich die Erzeugung von Energie aus konventionellen Quellen, durch eine neue. Das wird in dieser Region nicht ohne den Verlust von Arbeitsplätzen und Wirtschaftskraft gehen", warnte er, "die Bilanz wird da negativ sein." Sein Beispiel: Wenn zwei Kernkraftwerke stillgelegt werden, fallen mehrere Hundert Arbeitsplätze weg. Ein bisschen Hoffnung ließ er aber doch offen: "Das muss nicht für St. Michel gelten - aber wir müssen in einem größeren Rahmen denken."

Und dann ging er noch kurz auf einen "volkswirtschaftlich horrenden Unsinn" ein: Erst die Kapazitäten an erneuerbaren Energien zu schaffen und dann die Trassen zu legen, um den Strom dahin zu bringen, wo er gebraucht wird. "Es wäre wünschenswert, wenn die Anlieger und die Landeigentümer davon profitieren würden." Das sollte auch der Kreistag offen sagen.

Alles Lesen: http://zeitungen.boyens-medien.de/tageszeitung/burger-und-donner-nachrichten/zeitung/artikel/bei-energieeffizienz-einen-gang-hoeher-schalten.html