Die Gier der Windlobby kennt keine Grenzen
Landverpächter kassieren 50.000€ pro WKA-Standort
Auch wenn, wie in Osburg/ Rheinland-Pfalz geplant (siehe Artikel unten), 25% der Pachteinnahmen als Rücklage zur Umlagenstabilisierung und zum späteren Rückbau zurückgelegt werden, ist das eine Summe, die den Großgrundbesitzern einen sofortigen, luxuriösen Ruhestand erlauben.
Danke nach Rheinland-Pfalz für diese offenherzige Auskunft! In der schleswig-holsteinischen Einheitspresse liest man das nicht, denn die Schleswig-Holsteiner Landbesitzer möchten ihre Einnahmen gern geheim halten, um nicht der maßlosen Gier bezichtigt zu werden, natürlich von den hiesigen Medien durch Verschwiegenheit gedeckt...
Ebenso selbstverständlich sind Kopplungsgeschäfte zwischen Windkraftbetreibern und den Gemeinden:
Sie weisen in der Gemeindevertretersitzung die Windkraft-Nutzungsflächen für uns aus und bekommen dafür einen neuen Weg, einen Anbau für die Kita oder ein neues Feuerwehrauto u.s.w.
Spenden und Sponsoring zugunsten gemeindlicher Einrichtungen für Stimmen im Gemeinderat werden munter angeboten, genau wie im Umgang mit den ehemaligen Naturschutzverbänden.
Der neuste Köder wird gerade in Dithmarschen/ Schleswig-Holstein ausgelegt: Stromgeschenke von 4000kWh pro Jahr ( entspricht ca. 1000 €p.a.)....
Der Bürger ohne Rechte und Land kommt für diese Summen auf, durch ständig steigende Stromkosten, die per EEG 20 Jahre lang an die WK-Betreiber ausgezahlt werden.
Das ist eine so stattliche Summe, dass davon solche hohen Summen für Pachtland gezahlt werden können - letztlich wieder vom, zum Steuerzahler und Verbraucher degradierten, Normalbürger, der sein Einkommen durch eigene Arbeit erwirtschaftet, ganz ohne Subventionen, Steuergeschenke und gesetzlich garantierte Zahlungen seiner Mitbürger!
Die gierige Windlobby läßt sich zusätzlich auch noch die nötige Infrastruktur bezahlen, wie z.B. den Ausbau von Häfen und Strassen und natürlich Stromtrassen. Von wem? Von uns Bürgern!
Es lehrt einen das Gruseln, dass in diesem Goldrauschgebahren Anwohner und Landschaft gar nicht mehr vorkommen und die Natur mit einem Selbstverständnis abgewickelt wird.
Gier nachsogenannter grüner Windenergie ist maßlos und obszön!
Lesen Sie selbst und fragen Sie mal Ihre Politiker, mit welchem Recht das EEG, welches diese Auswüchse erst möglich macht, immer noch existiert?
JR
Ruhe bewahren statt dem Goldrausch verfallen
Mehr Windkraft und andere risikoarme Energiequellen: Nach der Fukushima-Katastrophe soll der Raumordnungsplan in der Region geändert werden. Diane Schmitz, Bürgermeisterin der
Jünkerath/Prüm/Arzfeld. Das Reaktorunglück im japanischen Fukushima im März hat zu einer Neuausrichtung der Energiepolitik geführt (der TV berichtete). Das hat auch Einfluss auf den Raumordnungsplan für die Region Trier: Dort ist die Errichtung von Windkraftanlagen bislang ausschließlich in festgelegten, sogenannten Vorrang-Gebieten möglich.
Jenseits dieser bisherigen Gebiete sollen Orts- und Verbandsgemeinden (VG) künftig selbst bestimmen können, wo weitere Flächen auf kommunalen und privaten Grundstücken zur Verfügung gestellt werden. Dazu werden auch Waldgebiete gehören, die bisher ausgeschlossen waren.
Mehr Windkraft - das heißt aber auch: mehr Möglichkeiten für Kommunen und Grundbesitzer, damit Geld zu verdienen. Diane Schmitz, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Obere Kyll, warnt deshalb vor allzu schnellen Vertragsabschlüssen mit Energieunternehmen: "Es wäre jetzt klug, abzuwarten, die Zeit zu nutzen und verschiedene Angebote zu prüfen."
Stattdessen jedoch ließen sich manche Kommunen bereits in erste Vereinbarungen locken, denn viele Firmen versuchten derzeit, sich in den Ortsgemeinden die künftig nutzbaren Flächen über sogenannte "Gestattungsverträge" zu sichern: "Die Firmen locken mit angeblich guten Konditionen", sagt Diane Schmitz. "Diese Konditionen können für die Ortsgemeinden aber nur noch besser werden, da erst in den nächsten Jahren der Wettbewerb um Flächen so richtig ,Wind\' bekommt."
Die neuen Flächennutzungspläne seien außerdem längst noch nicht erstellt. Wenn aber Ortsgemeinden solche oft über mehrere Jahrzehnte bindenden Gestattungsverträge unterschreiben, "verpflichten sie sich dazu, die im Vertrag ausgewiesenen Flächen an die bestimmte Firma zu verpachten", sagt die Kommunalchefin. Aber der Wettbewerb werde erst richtig losgehen: "Und dann werden mit Sicherheit mehr als die derzeit häufig angebotenen 50 000 Euro Pacht jährlich angeboten. Interessant wird es für Windkraftbetreiber erst recht, wenn größere Flächen bebaubar sind, auf denen 20, 30 oder mehr Windkraftanlagen errichtet werden."
Richtig gute Konditionen
Dann nämlich lohne es sich auch, Leitungen zu verlegen, die erforderlichen Umspannwerke zu bauen und als Kommune eventuell in die Betreiberschaft zu gehen. "Die Ortsgemeinden, die sich dann vertraglich noch nicht gebunden haben, können sich schon jetzt auf einen richtig guten Wettbewerb und richtig gute Konditionen freuen", sagt Diane Schmitz. Wer jedoch bereits jetzt mit Dollarzeichen in den Augen Verträge abschließe, könne sogar hinterher vielleicht ganz leer ausgehen: Denn es sei möglich, dass die Unternehmen auf den jetzt verhandelten Flächen eines Tages vielleicht gar keine Anlagen mehr errichten würden, wenn sich das nicht rechne.
Diese Vorsicht will auch Aloysius Söhngen walten lassen: "Da hat sie recht: Es werden viele Illusionen gestreut. Im Moment ist da Goldgräberstimmung. Aber momentan kann noch niemand sagen, wo tatsächlich Flächen ausgewiesen werden." Bevor man jetzt aber vorschnell Flächen für Windkraft ausgucke, komme es vor allem auf eines an: Nicht "nach Gusto" vorzugehen, sondern einen rechtssicheren Flächennutzungsplan zu entwickeln. "Das muss ein ganz sauberes Verfahren sein, sonst hat man einen Plan, der nichts nützt."
"Ich weiß definitiv, dass es bereits viele unterschriebene Vorverträge gibt", sagt Andreas Kruppert, Bürgermeister der VG Arzfeld. "Aber das ist jetzt der völlig falsche Zeitpunkt. Es macht wirklich erst Sinn, wenn feststeht, wo überhaupt Windanlagen hinkommen können." Seine VG habe eine Untersuchung in Auftrag gegeben, in der mögliche Flächen für Windkraft- und Fotovoltaik-Anlagen geprüft werden. Und erst, wenn die Ergebnisse vorlägen - und man mit mehreren Anlagenbetreibern gesprochen habe, sollten sich private und öffentliche Eigentümer auf Verträge einlassen. Krupperts Fazit: "Wer jetzt unterschreibt, verbaut sich für die Zukunft alle anderen Optionen."
Meinung
So schwer es auch fällt ...
Weg frei für mehr Windkraft
Strom durch Windkraft kann in der Verbandsgemeinde (VG) Ruwer ab sofort nicht nur in Waldrach und Gusterath, sondern in sechs weiteren Gemeinden erzeugt werden. Auf welchen
Waldrach. Auf seiner Sitzung am Mittwochabend hat der Verbandsgemeinderat Ruwer die Fortschreibung des Flächennutzungsplans beschlossen (der TV berichtete). Damit macht er den Weg für neue Windkraftanlagen frei. In Sachen Windenergie hatte sich die Verbandsgemeinde (VG) Ruwer zuvor zurückgehalten. Im Flächennutzungsplan war die Windstromerzeugung bisher auf die Standorte Waldrach und Gusterath beschränkt.
"Neben einer umweltfreundlichen Energiegewinnung erhoffen wir uns zusätzliche Einnahmen für die Ortsgemeinden", sagte Verbandsbürgermeister Bernhard Busch. Unabhängig vom Betreiber betrage die Mindestpacht je Einzelstandort rund 48 000 Euro pro Jahr. Innerhalb von zwanzig Jahren steige die Pacht auf 55 000 Euro.
Um zu ermitteln, welche Flächen für Windräder überhaupt infrage kommen, hatte die VG bereits im Februar die Trierer Ingenieurbüros BKS und Fischer beauftragt. Die Untersuchungsergebnisse sehen potenzielle Standorte in den Gemeinden Waldrach, Osburg, Bonerath, Holzerath, Ollmuth, Lorscheid, Gusterath und Morscheid vor.
In den Gemeinden sind die Planungen weit fortgeschritten. So stehen beispielsweise in Osburg die Vertragsentwürfe für einen "Windpark Osburger Hochwald" bereits fest. Auch ein Investor und Betreiber ist gefunden.
Angesichts neuer Überlegungen des Umweltministeriums in Mainz müssen die Pläne für den Windpark aber vorerst warten. "Die Kernzone des Naturparks Saar-Hunsrück ist mittlerweile nicht mehr unantastbar", teilte Busch auf der Ratssitzung mit. Dadurch würden rund 1600 Hektar neue Flächen für Windenergie - insbesondere in den Gemeinden Farschweiler, Schöndorf und Hinzenburg - frei, die erst noch geprüft werden müssten. "Ich denke, wir sind uns einig, dass im Naturpark in Zukunft auch ein paar Bäume und nicht nur Windräder stehen sollen", sagte Busch. Welche Flächen letztendlich von der VG für Windenergie ausgewiesen werden, soll sich in der VG-Ratssitzung am 9. November entscheiden.
Streit um Solidarpakt








