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Windwahn-Kommentar zu "Das schmutzige Geheimnis der Energiewende" | FTD | 15.08.2012

Details


Danke, Herr von Buttlar, für Ihren erfrischenden Artikel zum Thema Goldrausch nach Windstrom!

Seit Jahren bemühen wir uns gemeinsam mit vielen aktiven Mitstreitern um Aufklärung und Transparenz zum Thema Windkraft, veröffentlichen im Internet auf Websites und Blogs, äußern uns in Foren und Leserbriefen, Veranstaltungen und Medienauftritten, in Deutschland, in Europa und weltweit. Wir wurden für Worte wie Ihre beleidigt, diskriminiert, ausgegrenzt, lächerlich gemacht und marginalisiert. Wir mußten Übergriffen derer standhalten, die fürchteten, um ihr vermeintliches Recht auf Reichtum ohne Arbeit gebracht zu werden. Soziale Gemeinschaften gingen derweil zu Bruch, die meisten Betroffenen duckten sich ab, hielten den Mund oder wurden zu Schleimern - wieder einmal in Deutschland.

Nun geht die Saat auf und die hartnäckige Bildungs- und Erkenntnisresistenz beginnt langsam zu bröckeln. Sogar in einigen Medien. Ein Anfang kurz vorm Ende ist besser, als ein Ende ohne Anfang.

Was ist passiert in Deutschland?

Eine Antwort am Beispiel Schleswig-Holstein

Seit gut 20 Jahren wird das nördlichste Bundesland, Schleswig-Holstein, systematisch verschandelt. Werden Natur und Artenschutz mit Füßen getreten, werden den Bewohnern Gesundheit, Lebensqualität, Wohnwerte und damit zumeist ein wichtiger Teil der Alterssicherung genommen, werden soziale Gerechtigkeit und Miteinander besonders in den ländlichen Gemeinden durch Raffgier und Gegeneinander ersetzt.
Seit 21 Jahren wird um die Wette abgezockt. Behandeln Politiker, Behörden und Medien unter dem Vorwand der Welt- und Wetterrettung, ihre Mitbürger, Wähler und Leser auf dem Land wie Menschen zweiter Klasse. Grün angestrichen und mit geheuchelter Gutmenschelei vertuschen sie ihre Verachtung für Land und Leute und die Tatsache, dass mit der Windkraft zwar nur Zufallsstrom, aber ohne großen Aufwand viel Geld abzugreifen ist. Bauern mit genügend Land wittern 3. und 4. Standbeine als Verpächter und "Windmüller" und ein bequemes Leben.
Wer sich wehrt, wird zertreten oder vertrieben wie lästiges Ungeziefer. Da werden zur Abschreckung Haus- und Wildtiere vergiftet, auf Nester seltener Vogelarten geschossen, Schlagfallen zur Vernichtung wertgebender Arten auf Ländereien, die sich zur Windkraftnutzung eignen, versteckt, öffentliche Prangeraktionen und anonyme Anzeigen am laufenden Band gestartet, Pakete mit ekligen Inhalten verschickt und benutzte Inkontinenzeinlagen in Papiertonnen von Opponenten deponiert, Prügel, Brandschatzung und Mord werden angedroht, Treibjäger aus dem Kreis der Windkraftlobbyisten machen jährlich Jagd auf Tiere anderesdenkender Nachbarn, Autos werden zerkratzt, Scheiben eingeworfen, Psychoterror von nächtlichen Drohanrufen bis zu Beleidigungen und Diskreditierungen erscheinen hierbei noch als Übungen für Anfänger.
Im ländlichen Raum wurde die Demokratie längst abgeschafft, seit es nur noch darum geht, wer Land in passender Lage, gute Beziehungen zu Kreditgebern bzw. finanzstarke Investoren hinter sich hat. Wer gut mit Naturschutzvereinen und ihren "Experten" kann, die bestätigen, dass es genau auf diesem Land keine Avifauna (Vögel, Fledermäuse, Fluginsekten) gibt und erst recht keine seltenen und gefährdeten Arten brüten, rasten oder Nahrung suchen. Hier herrscht eine wiedererstandene Diktatur der Landesfürsten, betuchter  Windkraftinvestoren und gieriger EEG-Profiteuren.

Geködert mit Versprechungen vom großen Geld fallen Bürgermeister und Gemeindevertreter auf die Drückerkolonnen der EEG-Abzocker herein. Frei von jeglichem Bewußtsein für Recht und Unrecht werden Stimmen ge- und verkauft für zustimmende Beschlüsse und für Kopplungsgeschäfte. Worte wie Korruption oder Bestechung sind ebenso in Vergessenheit geraten, wie das hohe Gut "soziale Gerechtigkeit". *
Kleinanleger, geködert durch exorbitante Renditeversprechen und Mitspracherecht bei sog. Bürgerwindparks, werfen den Windkraftbetreibern ihr Erspartes hinterher. Ermöglichen so die Erhöhung des Investoren-Eigenkapitals und ersparen den Profiteuren damit die Aufnahme höherer Bankkredite. Erst Jahre später merken sie, dass sie als Kommanditisten kein Mitspracherecht haben, aus der Rendite nichts wird und ihre sauer verdienten Einlagen zumeist auch futsch sind.
Wie die Gemeinden, die sich von Verlockungen großartiger Gewerbesteuerzahlungen zu positiven Beschlüssen zugunsten einer großzügigen Windnutzungsflächenausweisung leiten lassen. Erst viel später lernen sie die Bedeutung der Begriffe Abschreibungen, Ringverkauf zur Umgehung von Steuerzahlungen und Insolvenz kennen. Dann aber haben sie bereits ihre Gemeinden nebst Mitbürgern und Natur verheizt.
Die Gier nach Geld ohne Arbeit, nach einem Parvenu-Leben, gut getarnt als grüner Klimaretter ist zu groß, das goldene Kalb der Gegenwart, das Symbol von Macht und Gier in Form von Windkraftwerken zu verlockend. 
Da wird dann schon mal mehr vergessen, als nur das anständige Benehmen...

Wo sich Politiker Gesetze auf den Leib schreiben, um die eigenen Windkraftanlagen fördern zu lassen**, wo Mitarbeiter von Landesämtern und Genehmigungsbehörden, sowohl während des aktiven Dienstes, als auch im Ruhestand zugunsten der Windkraft-Lobby in Gemeinden, auf Kongressen und Lobbyveranstaltungen Vorträge halten aber gleichzeitig die Beschwerden von Anwohnern jahrelang ignorieren***und wo Kreisbeamte Genehmigungsunterlagen spezial-behandeln und sich selber dafür den Persilschein ausstellen, da darf man keine Freunde von Mensch, Natur und Landschaft erwarten. Da geht es nur noch um viel Geld für einige Wenige - natürlich auf Kosten der Allgemeinheit.
In einem Land wie Deutschland, in dem Politiker nach dem Ausscheiden aus ihren Ämtern hochdotierte Posten als Vorstands-, Aufsichtsratsmitglieder und Berater annehmen und Landesbeamte ihre Pension aufbessern, indem sie zugunsten von Lobbyisten durch Gemeinden tingeln, auf Konferenzen und Seminaren sprechen, sofern sie während ihrer Amtszeit lieb genug zu Interessenvertretern jeder Couleur waren, wundert einen nichts mehr.
Das B der BRD steht längst für Bananenrepublik! Ein Umdenken scheint nahezu aussichtslos.

In Zeiten von Landesentwicklungs- und Regionalplänen, Windkraftflächenausweisungen, Teilfortschreibungen "Windkraft" quer durch die Bundesrepublik, durch Europa und rund um den Globus, in Zeiten des Goldrausches nach dem schnellen Geld, 20 Jahre sicher wie ein Beamtengehalt, da kommt der Artikel von Horst von Buttlar leider zu spät. Überall wird untersucht, beschlossen, ausgewiesen, geködert, versprochen, bedroht, gegeben und genommen.  In den Bundesländern im Norden und im Osten ist ohnehin kaum noch etwas zu retten. Im Süden und Westen dagegen wäre der Windwahnsinn vielleicht noch zu bremsen.

Wenn das EEG und damit das bequeme Geld nicht wäre. Und wenn Deutschland nicht mehr als Land der Ideologien und als Lobbyisten-Paradies auftreten, sondern zurückfinden würde zu Vernunft und Wissenschaft und zur sozialen Gerechtigkeit....
Jutta Reichardt

*Kein Wunder, denn Deutschland weigert sich seit 10 Jahren hartnäckig, die UN-Konvention gegen Korruption, die sie am 09.12.2003 unterzeichnet hat, zu ratifizieren. Damit ist Deutschland in bester Gesellschaft z.B. mit Saudi-Arabien, Syrien und dem Sudan.
Komisch, Nigeria konnte am selben Tag wie Deutschland die Konvention unterzeichnen und bereits ein Jahr später ratifizieren.

**Zur Erinnerung: 1990 initiierte der letzte Ministerpräsident von S-H, Peter Harry Carstensen, mit gleichgesinnten Bundestagsabgeordneten das Vorgänger-Gesetz zum EEG, welches 1991 in Kraft trat. Seine WKA der ersten Generation standen (stehen?) in seinem Heimatort auf Nordstrand in Nordfriesland.

***Website BWE: Fachreferenten Windkraft - Seite 2: Andreas Kunte   http://www.bwe-seminare.de/veranstaltungen/referenten

   

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Man sollte immer auf alte Männer hören  

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    Hat man Korn, so fehlts am Winde, Hat man Wind, so fehlt das Korn.

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Zitate  

"Kulturelle Barbarei"
"Es ist doch pervers, wenn man, um die Umwelt zu schützen, den CO2-Ausstoß steigert und die Landschaft zerstört."


Oskar Lafontaine in der Saarbrücker Zeitung am 31.10.2013

"Man has the fundamental right to freedom, equality and adequate conditions of life, in an environment of a quality that permits a life of dignity and well-being, and he bears a solemn responsibility to protect and improve the environment for present and future generations."

Declaration of the UN Conference on the Human Environment

"Früher war Energiearmut ein Randphänomen, mittlerweile ist es ein Alltagsproblem."

Volker Hatje, Elmshorner Stadtrat

„Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört, was man eigentlich durch sie bewahren will: Die Natur“

Reinhold Messner, 2002

"Der Ausbau regenerativer Energien kommt vor Umweltschutz"

Winfried Kretschmann, grüner Ministerpräsident von Baden-Württemberg, auf der Verbandsversammlung des Gemeindetages in BW

"Ihr müsst schon sehr gute Argumente liefern, wenn wir sie nicht bei euch vor die Haustür setzen sollen. Dann bauen wir sie woanders hin. Aber bauen werden wir sie. Warum? Weil das Gemeinwohl es gebietet."

Winfried Kretschmann (MP Baden-Württemberg) über seine Windwahnphantasien

For us, the world was full of beauty; for the other, it was a place to be endured until he went to another world. But we were wise. We knew that man's heart, away from nature, becomes hard.

Chief Luther Standing Bear (1868-1939)

"Eines Tages wird der Mensch den Lärm genauso bekämpfen müssen wie Cholera und Pest."

Robert Koch (1843-1910)

"Ich bin für Naturschutz und Energiewende verantwortlich und kann deshalb klar sagen, dass die Energiewende nicht am Naturschutz scheitern wird."

Robert Habeck, Energiewendeminister S-H am 20.08.2012 im WELT-Interview

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